Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!

by Lauren Blakely

NOOK Book(eBook)

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Overview

Mein Name ist Nick Hammer. Aber nennt mich einfach Mr. O - denn ich kann jeder Frau den ersehnten Höhepunkt bescheren. Wieso sollte ich also ablehnen, wenn die süße, total scharfe Harper Holiday mich bittet, ihr Nachhilfe in Liebesdingen zu geben? Das Problem: Sie ist die kleine Schwester meines besten Freundes Spencer und damit für mich absolut tabu. Flirttipps geben: erlaubt. Flirttipps mit Harper ausprobieren: strengstens verboten. Doch je mehr Zeit wir miteinander verbringen - und je mehr schmutzige SMS wir uns schreiben - desto weniger kann ich mich zusammenreißen … "Sexy, köstlich, dieser Roman macht einfach Spaß!" Marie Force, New York Times-Bestsellerautorin "Es könnte sehr gut sein, dass Nick Hammer mein absolut liebster Lauren Blakely-Held überhaupt ist. Witzig, verführerisch und unglaublich heiß!" Lacey Black, Bestsellerautorin "F**k, f**k, f**k! Sie werden jetzt noch nicht wissen, warum ich das sage - aber sie werden es wissen, wenn Sie "Mr O - Ich darf dich nicht verführen!" gelesen haben. Nick und Harper sind der Inbegriff eines himmlisch perfekten, witzigen Paares!" TM Frazier, USA Today Bestsellerautorin "Pures Vergnügen. Schmutzig! Dekadent! Göttlich! Fünf orgasmische Sterne." Bookalicious Babes

Product Details

ISBN-13: 9783955767082
Publisher: MIRA Taschenbuch
Publication date: 02/05/2018
Series: Big Rock Series , #2
Sold by: Readbox
Format: NOOK Book
Pages: 304
File size: 2 MB

About the Author

New York Times Bestsellerautorin Lauren Blakelys Markenzeichen sind sexy Liebesromane, voller Herz, Humor und heißer Bettszenen. Die Kuchen- und Hundeliebhaber hat die meisten ihrer Erfolgsromane beim Gassigehen mit ihren vierbeinigen Freunden geplottet. "Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir!" stürmte direkt nach Erscheinen sämtliche amerikanische Bestsellerlisten.

Read an Excerpt

CHAPTER 1

Es wird behauptet, Männer würden 99,99 Prozent ihrer Zeit damit verbringen, an Sex zu denken. Ich habe nicht vor, dem zu widersprechen.

Warum sollte ich? Das trifft es wahrscheinlich ziemlich genau, besonders wenn man bedenkt, dass die verbleibenden 0,01 Prozent der männlichen Geisteskraft dazu benötigt werden, unermüdlich nach der Fernbedienung zu suchen.

In meinem Fall jedoch – ich nehme an, das trägt zu meiner Entlastung bei – ist Sex Teil meines Jobs.

Ebenso, wie es dazugehört, nett zu plaudern und Autogramme zu geben. Also, hier bin ich bei An Open Book, einer coolen Buchhandlung an der Upper West Side. Als dieser Unterschriften- Rummel vor ein paar Stunden anfing, standen eine Menge Fans vor der Tür Schlange. Inzwischen ist das Event, das mein Management organisiert hat, fast vorbei. Es warten nur noch wenige Leute. Das schöne Geschlecht war mit fünfundfünfzig zu fünfundvierzig Prozent in der Überzahl, worüber ich mich auf keinen Fall beklagen werde. Ganz besonders nicht, weil bis vor einigen Jahren die meisten meiner Fans sonderbare Typen waren.

Manche sind es nach wie vor. Wie dieser Kerl.

»Das ist meine Lieblingsfolge«, erklärt der Teenager mit den wirren Haaren schrill und deutet auf eine Zeichnung, die zeigt, wie Mister Orgasmus ein Dutzend vollbusiger Schönheiten von einer einsamen Insel rettet, wo sie viel zu lange auf Sex verzichten mussten. Das Ende? Nur ein Held im Umhang aus einem Cartoon konnte ihre Lustzentren, die fast vollkommen abgestorben waren, wieder zu neuem Leben erwecken.

Mich schaudert bei der Vorstellung, was diese Frauen durchgemacht haben müssen, bevor der Held eintraf und sie erlöste.

»Absolut. Die Folge rockt«, sage ich, schenke dem Knaben ein kurzes Grinsen und nicke bedeutungsvoll. »Mister Orgasmus hat den Ladies einen großen Dienst erwiesen, nicht wahr?«

»Ja«, erwidert der Typ mit weit aufgerissenen Augen und ernstem Blick. »Er hat ihnen so sehr geholfen.«

Es ist ein bisschen verrückt, weil er wahrscheinlich erst sechzehn ist und ich mich im Stillen frage, wieso, verdammt noch mal, siehst du dir meine schlüpfrige TV-Serie an? Andererseits verstehe ich es. Als ich in seinem Alter war, hatte ich auch keine Ahnung von Mädchen. Was möglicherweise erklärt, warum ich anfing, die Abenteuer des Mister Orgasmus zu zeichnen. Ursprünglich war es ein Online- Cartoon, nun ist es eine Sensation im Spätprogramm des Fernsehens, wo die oben erwähnte gute Tat des Titelhelden gezeigt wurde.

Wie auch immer, das war zweifellos eine beliebte Episode und einer der Gründe, aus denen mein Management einige meiner alten Strips zu dieser Graphic Novel Ihres sehr ergebenen Nick Hammer zusammenfasste. Sonderedition mit allem, was dazugehört, wie der geprägte Goldstempel auf dem Cover verrät.

»Können Sie reinschreiben für Ray?«, fragt er mich, und ich hebe den schwarzen Filzstift. In diesem Moment bemerke ich aus dem Augenwinkel ein goldenes Aufblitzen und eine Hand, die sich in eine Tasche schiebt.

Oh verdammt.

Ich glaube, ich weiß, was die Frau gerade getan hat, die in der Reihe direkt hinter Ray steht.

Ich beende die Signatur und reiche ihm sein Buch zurück. »Zieh los und schenke ihnen Vergnügen, Ray«, gebe ich ihm wie ein Mantra mit auf den Weg. Ich stoße mit meiner Faust gegen seine, und er starrt für einen Moment seine Hand an, als wäre sie von einem Meister gesegnet worden.

Und so ist es ja auch.

»Sie haben mein Wort, ich werde ein Spender der Lust sein«, zitiert Ray feierlich einen von Mister Orgasmus' berühmten Aussprüchen, während er das Buch an sich drückt.

Mann, eines Tages wird der Knabe die Frauen um den Verstand bringen. Er hat ein Ziel im Leben. Doch jetzt noch nicht. Denn, du weißt schon, er ist sechzehn.

Ich lenke meine Aufmerksamkeit auf die nächste Person in der Reihe, allein die Größe der Brüste, die mir offenherzig dargeboten werden, lässt mich fast erblinden. Was ich da sehe, reicht aus, um einen Mann vollständig in Trance zu versetzen, sodass er mit glasigen Augen und jenem dümmlichen Blick dasitzt, den nur das Auftauchen von Brüsten bei einem Kerl verursachen kann. Ich bin nicht immun dagegen, denn ... Brüste.

Sie sind einer meiner liebsten Spielplätze.

Ich habe jedoch intensiv trainiert, diese Reaktion zu unterdrücken. Der Kontakt mit Menschen gehört zu meinem Job, deshalb kann ich nicht mit offenem Mund herumlaufen und auf Brüste starren. Diese Frau wird meine Beherrschung ernsthaft auf die Probe stellen. Sie trägt ein weißes T-Shirt mit rundem Ausschnitt. Das ist Kryptonit für die meisten Männer.

Sie beugt sich vor, um sicherzugehen, dass ich gute Sicht habe. Ich lasse meinen Blick durch den Raum schweifen und hoffe, Serena kommt bald von einem ihrer häufigen Ausflüge auf die Toilette zurück. Sie ist die sehr schwangere, penetrant lächelnde, aber ach so clevere PR-Frau, die für meine Serie bei Comedy Nation arbeitet. Serena ist Profi darin, mir die übereifrigen Ladies vom Leib zu halten.

Nicht, dass ich mich beschweren will. Es stört mich nicht, dass einige Zuschauerinnen der Serie bei Veranstaltungen wie dieser besonders großes Interesse zeigen. Das ist in Ordnung. Aber ich habe das Gefühl, diese da will nicht nur spielen.

»Hallo«, sage ich und lächle die Wasserstoffblondine an. Kommunizieren. Freundlich sein. Das gehört zum Job. Ich bin das Gesicht der erfolgreichen TV-Serie, die auf dem Dreiundzwanzig-Uhr-Sendeplatz alle verdammten Zuschauerrekorde bricht – und außerdem noch die der Sendungen, die vorher laufen. Das macht den Leiter des Senders verrückt vor Freude und treibt ihn gleichzeitig in den Wahnsinn, aber das ist ein anderes Thema.

Die Frau legt sich eine Hand an die Brust, eine traditionelle Methode, um Männer in Trance zu versetzen. Ich zeige mich unbeeindruckt.

»Ich bin Samantha, und ich liebe Ihre Sendung«, säuselt sie. »Vergangene Woche habe ich in der Men's Health Ihr Porträt gesehen. Ich war so beeindruckt von der Hingabe, die Sie der Kunst schenken, aber auch von Ihrem Körper.«

Weil es Men's Health war, zeigte das Porträt ein Foto von mir beim Work-out.

Dann – sie geht nicht gerade subtil vor – lässt sie den Blick ihrer grauen Augen über meine von Tattoos bedeckten Arme und über meine Brust schweifen. Um nicht um den heißen Brei herumzureden: Sie vögelt mich praktisch mitten in der Buchhandlung mit den Augen.

»Hingabe ist mein zweiter Vorname«, erkläre ich lächelnd und schiebe meine Brille höher auf die Nase. Die Frau macht mich scharf, und zwar nicht mit ihrem großen Dekolleté, sondern eher mit dem, was sie ein paar Minuten zuvor beim Schlangestehen in ihre Tasche getan hat.

Nun beugt sie sich noch weiter vor und schiebt mir auf dem Tisch das Buch hin. »Sie können direkt hier unterschreiben, wenn Sie wollen«, flüstert Samantha und streicht mit einem Finger über ihren Brustansatz.

Hastig greife ich nach dem Buch. »Vielen Dank, doch erfahrungsgemäß ist die erste Seite ein ebenso geeigneter Platz.«

»Sie sollten Ihre Telefonnummer hinzufügen«, sagt sie, während ich mit Nick Hammer unterschreibe und ihr das Buch zurückgebe.

»Es klingt komisch, aber ich kann meine Nummer nicht auswendig«, erkläre ich mit einem lässigen Schulterzucken. »Wer erinnert sich heutzutage schon an Telefonnummern? Kennen Sie Ihre eigene?«

Wo ist Serena, verdammt noch mal? Ich hoffe, sie hat das Kind nicht auf der Damentoilette bekommen.

Samantha kichert und streicht mit einem langen rosafarbenen Fingernagel über meine Unterschrift. »Hammer«, sagt sie neckisch und lässt das Wort genüsslich auf ihrer Zunge zergehen. »Ist das Ihr richtiger Name, oder ist es eine Art Kosename für ...« Nein, nein, nein.

Schluss jetzt!

Das mache ich nicht mit. Auf keinen Fall spiele ich das Anzügliche- Anspielungen-Duell, zu dem mein Nachname verlockt, nicht mit Samantha, die gerade Anstalten macht, mit ihren scharfen Fingernägeln meinen Arm entlangzukratzen.

»Oh, entschuldigen Sie. Ist Ihnen etwas hinuntergefallen?«

Ich straffe meine Schultern, als ich eine vertraute Stimme höre – trockener Humor, gepaart mit reiner Unschuld.

Die Blondine zuckt zusammen. »Nein«, faucht sie die Fragestellerin an. »Ich habe nichts fallen lassen.«

»Sind Sie sicher?« Der Tonfall klingt höchst besorgt.

Ich kann nichts gegen das Grinsen tun, das sich unaufhaltsam auf meinem Gesicht ausbreitet, denn ich weiß sehr genau, dass die Frau, zu der die Stimme gehört, etwas Heimtückisches im Schilde führt.

Harper Holiday.

Rote Haare. Blaue Augen. Das Gesicht eines süßen, sexy Engels, der Körper einer supercoolen, kampferprobten Ninja-Prinzessin und ein Mund geübt darin, sarkastische Sprüche in perfekter Tonlage loszulassen. Mit ihr würde ich mich, ohne zu zögern, mit anzüglichen Synonymen, anzüglichen Antonymen duellieren ... oder einfach alles irgendwie Anzügliche spielen.

Harper tritt von hinten neben die Blondine und öffnet deren Hand. »Ich bin ziemlich sicher, das hier ist Ihr Ehering«, sagt sie mit einem besorgten Ausdruck in den strahlend blauen Augen, während sie der sexhungrigen Blondine einen goldenen Ring zwischen zwei Fingern hinhält.

»Der gehört nicht mir«, behauptet die Frau abwehrend, und plötzlich ist der süße, flirtende Ton aus ihrer Stimme verschwunden.

Harper schlägt sich mit der anderen Hand an die Stirn. »Oh, mein Fehler. Sie haben Ihren vor ein paar Minuten ja in Ihre Tasche gesteckt. In die da.«

Sie deutet auf die rechte Tasche der Frau, und tatsächlich ist durch den Stoff ein Abdruck zu sehen, der wie ein Ring ohne Stein aussieht. Genau das habe ich vermutet, als ich sie in der Schlange gesehen habe. Sie hat ihn abgezogen und weggestopft. Hatte wahrscheinlich vergessen, dass sie ihn trug, und in letzter Sekunde versucht, ihn zu verbergen.

Das Gesicht der verheirateten Frau wird blass.

Ertappt.

»Diesen hier«, fährt Harper fort, während sie den Ring so hält, dass er im Licht der Deckenbeleuchtung aufblitzt, »halte ich für Situationen wie diese bereit.«

Samantha murmelt etwas, was wie Miststück klingt, dreht sich auf dem Absatz um und marschiert davon.

»Viel Spaß mit dem Buch«, ruft Harper ihr nach, dann sieht sie mich an, legt den Kopf schief und schenkt mir ein Ich-habe-dir-gerade-den- Arsch-gerettet-Grinsen.

Indem sie das Mister-Orgasmus-Groupie imitiert, sagt sie: »Nick Hammer. Ist das Ihr richtiger Name?«

Und plötzlich hoffe ich, Serena bleibt noch eine ganze Weile auf der Toilette.

CHAPTER 2

Hammer ist mein richtiger Nachname.

Die betreffende Frage höre ich dauernd. Jeder denkt, der Name sei erfunden. Als wäre es ein Künstlername oder das Pseudonym eines Schriftstellers oder mein Stripper-Name aus früheren Zeiten, als ich noch hart für mein Geld arbeiten musste.

Das ist nur Spaß. Ich war nie Stripper.

Ich hatte jedoch das Glück, einen supercoolen Nachnamen zu bekommen. Ich hatte sogar zweifaches Glück, denn wenn ich ein Mädchen geworden wäre, hätten meine Eltern mich Sunshine getauft. Stattdessen nannte meine Mom ihre Bäckerei Sunshine und ihre Söhne Wyatt und Nick. Unsere kleine Schwester wurde einige Jahre später geboren, als die Bäckerei das Licht der Welt bereits erblickt hatte. So blieb ihr der Hippie-Name erspart, aber Josie bekam eindeutig die entsprechende Lebenseinstellung mit. Sie ist ein Freigeist.

Ich deute auf den Ring in Harpers Hand. »Bist du dieses Wochenende nach Vegas geflogen und hast dort Penn geheiratet? Oder warte. War es Teller?«

»Nein. Criss Angel«, behauptet sie, während sie den Ring in ihre rote Tasche stopft, die groß genug ist, um Flüchtlingen eine sichere Unterkunft zu bieten.

»Ernsthaft. Warum schleppst du einen Ehering mit dir herum?«

»Das könnte ich dir erklären, aber dann würde ich Paragraph 563 des Handbuchs Magier-Geheimnisse zuwiderhandeln. Das Werk wurde geschrieben, damit gewöhnliche Sterbliche wie du auf alle Ewigkeit im Dunkeln tappen.«

Ich klopfe mir gegen die Brust und schüttle den Kopf. »Entschuldige mal. Ich bin kein gewöhnlicher Sterblicher. Also raus mit der Sprache.«

Sie legt die Hände seitlich an ihren Mund und teilt mir in einer Art Bühnengeflüster mit: »Er ist nicht echt. Ich habe ihn besorgt, weil ich auf einer Party am vergangenen Wochenende ein paar Tricks damit zeigen wollte.«

»Haben sie funktioniert?«

Sie nickt und verzieht die Lippen zu einem Grinsen. »Wie geschmiert. Ich habe den hier in den Ring von Green Lantern verwandelt. Der Junge war starr vor Ehrfurcht.«

»Das sollte er auch sein. Übrigens ...« Ich recke mein Kinn in die Richtung, in der die Blondine verschwunden ist. »Vielen Dank. Einen Augenblick lang dachte ich, sie hätte einen Minivibrator in ihrer Tasche.«

Sie reißt den Mund auf. »Ist das schon mal passiert?« Nickend rolle ich mit den Augen. »Einmal. Auf einem Meet and Greet für Fans.«

»Ein Fan hat sich beim Schlangestehen einen runtergeholt?«

»Entweder das, oder er bereitete seinen Schwengel für spätere Taten vor. Aber keine Sorge. Ich bin schwer begeistert, dass du mich vor der Eheringabstreiftaktik gerettet hast. Ich halte dich für Superwoman.«

»So bin ich eben. Ich tauche aus dem Nichts auf und rette ahnungslose Männer vor gefährlichen Ehemännern verheirateter Frauen, die unfassbar berühmten Cartoon-Zeichnern ansonsten das Lebenslicht ausblasen würden. Wahrscheinlich wirst du mich unbedingt zu einem Kaffee einladen wollen, wenn ich dir erzähle, dass ihr Mann ungefähr drei Meter groß ist, Arme wie Kanonenrohre hat und Schlagringe aus Kupfer trägt. Ich habe ihn draußen vor der Buchhandlung gesehen, als ich hereinkam.«

»Leitet er außerdem einen illegalen Fight Club?«

Sie nickt mit gespielter Ernsthaftigkeit. »Ja. Und da nennt er sich Vicious.Das Böse. Unter diesem Namen bestreitet er seine Kämpfe.«

»Ich schulde dir zweifellos einen Kaffee. Vielleicht sogar ein Stück Kuchen, damit du weißt, wie dankbar ich dir bin, weil du mich vor Vicious gerettet hast.«

»Keine Scherze. Kuchen ist meine Religion.« Sie senkt die Stimme. »Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich den Ringtrick einsetzen oder ihr die geben soll.« Sie zieht eine violette Brille aus ihrer Tasche. »Dann hätte ich ihr vorgeschlagen, die hier zu tragen, weil sie beim Augenfick mit dir hilfreich gewesen wäre.«

Angesichts ihrer Wortwahl muss ich laut lachen. »Ist die Brille speziell dafür gemacht? Wenn das so ist, möchte ich unbedingt eine haben.«

Um sie für dich zu benutzen.

Wieder nickt sie. »Es gibt sie in einem Laden im East Village. Sie müssen sie extra bestellen, aber ich kann das für dich erledigen.«

Sie wühlt erneut in ihrer Umhängetasche herum. Die ist wie Hermines Tasche. Ja, ich habe alle Harry-Potter-Bände gelesen. Es ist die beste Geschichte, die jemals geschrieben wurde.

Schließlich zieht sie einen Sammelband meiner Comics heraus und legt ihn auf den Tisch. »Schreibst du bitte: für Helena?«

Ich werfe ihr einen fragenden Blick zu, als ich die Quittung zwischen den Seiten entdecke. Sie hat ihn gerade im Laden gekauft. »Harper, du musstest nicht hierherkommen, damit ich ein Buch für dich signiere. Ich hätte dir eins gegeben.«

Sie zwinkert mir zu. »Gut zu wissen, dass ich auf der Shortlist stehe. Das hier ist für eine Kundin, die heimlich in dich verliebt ist. Ich bringe es ihr als Geschenk mit.«

»Richte Helena schöne Grüße von Mister Orgasmus aus«, sage ich, während ich die Widmung schreibe.

Als ich aufblicke, trägt Harper die violette Brille.

Ich blinzle.

Verflucht aber auch. Sie sieht verdammt heiß damit aus. Als Typ mit Brille stehe ich auf Frauen mit Brille, und ich habe Harper noch nie mit einer gesehen. Ich will nicht lügen – bei ihrem Anblick überfällt mich sofort die Sexy-Bibliothekarin-Fantasie. Da sitze ich also und denke an einen Bleistiftrock, eine enge weiße Bluse mit verführerisch geöffneten Knöpfen und an Harper, die sich über ein Pult beugt, um ein paar Klapse auf den Hintern zu bekommen, weil sie einige Bücher falsch einsortiert hat.

Sie verschlingt mich mit ihren Blicken, wie es die Frau in der Schlange getan hat, und flüstert im neckischen Tonfall: »Funktioniert sie, Nick?«

Bestens, aber du brauchst keine Brille, damit ich mir von dir einen Augenfick wünsche. Außerdem stelle ich mir vor, wie du aussiehst, wenn du nichts als diese Brille trägst.

Warte. Verdammt. Nein.

Ich verpasse den 99,99 Prozent meines Gehirns, die das eben gedacht haben, eine kräftige Ohrfeige. Weil Harper die Schwester meines besten Freundes ist. Und Spencer hat mir versprochen, dass er mir alle Haare abrasiert und mir die Augenbrauen färbt, wenn ich Harper auch nur anfasse. Nicht, dass ich mich vor Spencer fürchte, ich mag nur meine Haare. Sie sind hellbraun und dicht, und – ich werde hier einfach mal ehrlich sein – ich könnte Werbung für Haarshampoo machen. Da, ich habe es gesagt.

(Continues…)


Excerpted from "Mr. O - ich darf dich nicht verführen!"
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