Honeymoon (German-language Edition)

Honeymoon (German-language Edition)

by James Patterson, Andreas Jäger

NOOK BookGerman-language Edition (eBook - German-language Edition)

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Overview

Ein Nerven zerreißender Roman um eine geheimnisvolle Femme fatale. Nora Sinclair führt ein Leben, von dem die meisten Menschen nur träumen können: ein luxuriöses Apartment in Manhattan, ein Kreis gut betuchter und einflussreicher Freunde – und bald sollen auch die Hochzeitsglocken läuten. Doch dann kommt ihr Verlobter Connor plötzlich zu Tode. Niemand ahnt, dass er ermordet wurde. Niemand außer FBI-Agent John O'Hara; und sein Verdacht fällt auf Nora …

Product Details

ISBN-13: 9783894804022
Publisher: Goldmann Verlag
Publication date: 04/17/2008
Series: Honeymoon Series
Sold by: Bookwire
Format: NOOK Book
Pages: 285
File size: 644 KB

About the Author

James Patterson, geboren 1947, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Auch die Romane seiner packenden Thrillerserie um Detective Lindsay Boxer und den "Women's Murder Club" erreichen regelmäßig die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester, N.Y.

Hometown:

Palm Beach, Florida

Date of Birth:

March 22, 1947

Place of Birth:

Newburgh, New York

Education:

B.A., Manhattan College, 1969; M.A., Vanderbilt University, 1971

Read an Excerpt

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint.
Gerade ging es mir noch blendend.
Im nächsten Moment krümme ich mich vor rasenden Schmerzen und halte mir den Bauch. Was passiert da mit mir, verdammt noch mal?
Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, was ich fühle, und was ich fühle, kann ich einfach nicht glauben. Es ist, als ob meine Magenschleimhaut sich plötzlich in Fetzen ablöst, von einer ätzenden Substanz zerfressen. Ich schreie und stöhne, aber hauptsächlich bete ich - ich bete, dass es endlich aufhört.
Das tut es aber nicht.
Es brennt unvermindert weiter. Die ätzende Flüssigkeit brennt ein Loch in meine Magenwand und tropft mit widerlichem Zischen auf meine Eingeweide. Der Gestank meines zerfallenden Fleisches erfüllt die Luft.
Du stirbst, sage ich mir.
Nein, es ist schlimmer als das. Viel schlimmer. Ich werde bei lebendigem Leib gehäutet - und zwar von innen. Und das ist erst der Anfang.
Wie eine Rakete schießt der Schmerz in meinen Hals und explodiert dort. Er legt sich als eiserner Reif um meine Kehle; ich ringe nach Luft.
Dann breche ich zusammen. Meine Arme gehorchen mir nicht mehr, können meinen Sturz nicht abfangen. Ich knalle mit dem Kopf auf den Hartholzboden, und dunkelrotes Blut quillt aus der Platzwunde über meiner rechten Augenbraue. Ich blinzle ein paarmal, aber mehr auch nicht. Auf eine blutende Wunde mehr oder weniger kommt es jetzt wirklich nicht an. Dass sie vielleicht mit einem Dutzend Stichen genäht werden muss, ist das geringste meiner aktuellen Probleme.
Die Schmerzen werden schlimmer, strahlen immer weiter aus.
Durch die Nase. In beide Ohren. Und dann mit voller Wucht in die Augen. Ich spüre, wie die Blutgefäße platzen, als wären es Bläschen in einer Luftpolsterfolie.
Ich versuche aufzustehen. Es geht nicht. Als ich es schließlich doch schaffe, will ich davonlaufen. Aber ich bringe nur ein paar taumelnde Schritte zustande. Meine Beine sind wie Blei. Es sind drei Meter bis zum Bad. Es könnten genauso gut drei Meilen sein.
Irgendwie schaffe ich es doch. Ich erreiche das Bad und schließe die Tür hinter mir ab. Meine Knie knicken ein, und ich falle um wie ein Sack. Die kalten Fliesen küssen meine Wange, mit einem grässlichen Kracks! zersplittert ein Backenzahn.
Ich kann die Toilette sehen, aber sie bewegt sich, wie alles andere im Badezimmer auch. Alles dreht sich. Ich taste mit fahrigen Bewegungen nach dem Waschbecken, versuche mich daran hochzuziehen - keine Chance. Mein Körper beginnt zu zappeln und zu zucken, als ob tausend Volt durch meine Adern jagen.
Ich versuche es mit Kriechen.
Die Schmerzen sind jetzt überall, sogar in meinen Fingernägeln, die sich in den Fugenkitt krallen. Zentimeter um Zentimeter ziehe ich mich vorwärts. Mit letzter Kraft packe ich die Toilettenschüssel und hieve den Kopf über den Rand.
Eine Sekunde lang ist mein Hals frei, und ich schnappe gierig nach Luft. Ich fange an zu würgen, die Muskeln in meiner Brust dehnen und verdrehen sich. Dann reißen sie, einer nach dem anderen, wie von Rasierklingen durchtrennt.
Es klopft an der Tür. Ich blicke mich gehetzt um. Das Klopfen wird lauter und lauter. Jetzt ist es schon mehr ein Hämmern.
Wäre es doch nur der Sensenmann, der mich von diesen Höllenqualen erlöst.
Aber er ist es nicht - noch nicht, jedenfalls -, in diesem Augenblick wird mir eines klar: Ich weiß vielleicht nicht, was es ist, das mich heute Abend getötet hat, aber ich weiß verdammt genau, wer es war.

Traumpaare

Nora spürte, dass Connor sie beobachtete.
Es war immer das Gleiche, wenn sie für eine ihrer Reisen packte. Dann stand er in der Tür seines Schlafzimmers und lehnte seine Einsneunzig an den Türrahmen, die Hände in den Taschen seiner Dockers vergraben, die Stirn in Falten gezogen. Er hasste die Vorstellung, von ihr getrennt zu sein.
Gewöhnlich sagte er kein Wort. Er stand nur schweigend da, während Nora ihren Koffer packte und dann und wann an ihrem Evian nippte - ihr Lieblingsgetränk. An diesem Nachmittag jedoch konnte er nicht länger an sich halten.
"Geh nicht weg", sagte er mit seiner tiefen Stimme.
Nora lächelte ihn liebevoll an. "Du weißt doch, dass ich muss. Und du weißt, dass ich es genauso hasse wie du."
"Du fehlst mir jetzt schon. Sag einfach Nein, Nora - fahr nicht. Die können dich mal gern haben."
Vom ersten Tag an hatte es Nora fasziniert, wie offen und verletzlich Connor sich in ihrer Gegenwart gab. Es war ein so auffallender Kontrast zu seinem öffentlichen Auftreten als schwerreicher, knallharter Investmentbanker mit eigener, höchst erfolgreicher Firma in Greenwich und einem zweiten Büro in London. Seine treuen Hundeaugen konnten leicht darüber hinwegtäuschen, dass in ihm in Wirklichkeit ein Löwe steckte. Mächtig, stark und stolz. Tatsächlich war Connor im relativ zarten Alter von vierzig Jahren schon der uneingeschränkte Herrscher in seinem Reich. In der dreiunddreißigjährigen Nora hatte er seine Königin gefunden, die perfekte Partnerin fürs Leben.
"Weißt du, ich könnte dich ja ganz einfach fesseln; dann müsstest du hier bleiben", scherzte er.
"Klingt interessant", erwiderte Nora, die das Spiel mitspielte. Sie hob den Deckel ihres Koffers an, der offen auf dem Bett lag. Offenbar suchte sie irgendetwas. "Aber vielleicht könntest du mir zuerst noch helfen, meine grüne Strickjacke zu finden."
Jetzt musste Connor lachen. Er hatte immer solchen Spaß mit ihr. Gute Witze, schlechte Witze, das spielte anscheinend gar keine Rolle. "Meinst du die mit den Perlenknöpfen? Die ist im Wandschrank."
Jetzt war es Nora, die lachte. "Hast wohl wieder heimlich meine Kleider angezogen, wie?"
Sie ging auf den geräumigen Wandschrank zu. Als sie mit dem grünen Jäckchen in der Hand zurückkam, stand Connor am Fußende des Bettes. Er sah sie grinsend an, und seine Augen blitzten provozierend.
"Oho", sagte sie. "Den Blick kenne ich."
"Welchen Blick?", fragte er unschuldig.
"Den, der übersetzt heißt: Ich will ein Abschiedsgeschenk."
Nora dachte einen Augenblick lang nach, ehe sie ihn anlächelte. Dann warf sie die Strickjacke in den Koffer und ging langsam auf Connor zu. Wenige Zentimeter vor ihm blieb sie stehen. Sie trug nichts als BH und Slip.
"Pack's aus - es gehört alles dir."


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